Laden & Wallbox

Zuhause Strom tanken!

Die Standard-Lösung ist ein Ladekabel für den sogenannten Typ-2-Stecker für die AC-Ladung (Wechselstrom). Über diese Möglichkeit verfügt praktisch jedes Auto. Diese Ladevariante macht es möglich, ein E-Auto über eine handelsübliche Haushaltssteckdose mit 230V Wechselstrom zu laden. Die geringe Ladeleistung wirkt sich jedoch negativ auf die Dauer des Ladens aus. Eine verhältnismäßig kleine Batterie eines Plug-in-Hybrids braucht so oft schon mehrere Stunden zum Laden. Außerdem muss die Steckdose im Haus für einen so großen dauerhaften Ladeeinsatz geeignet sein.

Die Lösung des Problems lautet Wallbox! Diese lässt sich vom Elektriker im Haus bzw. in der Garage ganz einfach installieren. Die Ladeeinrichtung funktioniert mit einem mehrphasigen 400V Anschluss – umgangssprachlich auch „Starkstrom“ genannt. Die Ladeleistung einer solchen Wallbox liegt bei bis zu 44 kW und eignet sich daher gut dazu, ein leistungsstarkes E-Auto vergleichsweise schnell zu laden. Bei einem typischen Elektroauto-Verbrauch von 15 bis 20 kWh pro 100 Kilometer ließe sich damit pro Stunde etwa 100 bis 150 Kilometer Reichweite nachladen. Idealerweise lädt man sein E-Auto jedoch über Nacht und immer komplett voll. Wallboxen gibt es ab einer Ladeleistung von 3,7 kW, diese reicht meist schon für Plug-in-Hybride. Um Vollstromer zu laden wird oft eine Wallbox mit Ladeleistungen von 11-22 kW verwendet. Entscheidet man sich für eine höhere Ladeleistung (mehr als 11 kW), muss die Installation der Ladestation in der Regel beim örtlichen Netzbetreiber gemeldet werden. Das dient ausschließlich der Information und damit der Netzstabilität. Wählt man von vorne herein die 22-kW-Variante, ist für die Installation die Zustimmung des Netzbetreibers erforderlich.

Unterwegs Strom tanken!

Im März 2020 gab es nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft in Deutschland fast 28.000 Ladestationen. Es gibt zwei Arten von öffentlichen Ladestationen: Normal-Ladestationen und Schnell-Ladestationen. Sie unterscheiden sich im maximal möglichen Ladestrom:

  1. Normal-Ladestationen: AC Lader, diese Ladesäulen liefern Wechselstrom
  2. Schnell-Ladestationen: DC Lader, diese Ladesäulen liefern Gleichstrom

Es gilt: Je höher die Ladeleistung der Ladestation, desto schneller lädt ein E-Auto. AC Ladestationen (Normal-Ladestationen) arbeiten mit Wechselstrom. Dieser wird im E Auto in Gleichstrom umgewandelt bevor er in der Batterie gespeichert wird. Es sind Ladeleistungen bis zu 22 kW möglich. DC Ladestationen (Schnell-Ladestationen) arbeiten direkt mit Gleichstrom. Er fließt direkt in die Traktionsbatterie. Deshalb sind Ladeleistungen zwischen 50 kW und 150 kW möglich. Diese Schnell-Ladestationen findet man oft entlang der Autobahnen. Die Kabel mit den jeweiligen Steckern sind meistens fest an der Ladestation angeschlossen. Sie benötigen hier deshalb kein eigenes Ladekabel.

An AC Normal-Ladestationen findet sich mindestens eine Typ-2-Steckdose. Sie benötigen hier deshalb ein eigenes Kabel. AC Ladestationen mit Stecker-Typ-2-Steckdose und fest angeschlagenem Kabel gibt es auch, aber diese sind selten. 

Wer an einer Elektrotankstelle laden möchte, braucht eine Zugangsberechtigung (Authentifizierung); diese ist nötig, um an der Ladestation den geladenen Strom zu bezahlen. 

Eine Zugangsberechtigung ist leicht zu bekommen. Möchten Sie eine Ladekarte, melden Sie sich online bei einem Anbieter von Ladekarten an. Dann bekommen Sie Ihre persönliche Ladekarte, mit der Sie sich an der jeweiligen Ladestation anmelden können. Möchten Sie keine Ladekarte, gibt es Betreiber, die mit Lade Apps arbeiten; hier geschieht die Anmeldung dann via Handy. Die Bezahlung erfolgt über die Abrechnung Ihrer Ladekarte / -App, für die Sie eine Rechnung bekommen; meistens einmal im Monat. Häufig sind die Betreiber von Ladestationen in einem Verbund zusammengeschlossen. Das bedeutet, der Betreiber der Ladestation akzeptiert neben seiner eigenen Zugangsberechtigung auch die Zugangsberechtigung von anderen Betreibern im gleichen Verbund. Das Verfahren nennt sich „E-Roaming“. Durch das Verbundsystem kann es zu unterschiedlichen Preisen für das Laden an ein und derselben Elektrotankstelle kommen, abhängig davon, welche Ladekarte Sie benutzen.

Haben Sie nicht die richtige Ladekarte oder Lade-App zur Hand, kann die Ladestation für Sie freigeschaltet werden. Sie können die an der Ladestation angegebene Service-Hotline anrufen und die Ladestation wird für Sie freigeschaltet. Diese Möglichkeit des sog. “ad-hoc laden” ist über die Ladestättenverordnung gesetzlich vorgeschrieben: An jeder öffentlichen Ladestation muss die Möglichkeit vorhanden sein, auch ohne die passende Ladekarte oder Lade-App laden zu können. 

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